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Entlang des Maintals gibt es einige bedeutende Vorkommen von Buntsandstein. Das leicht zu bearbeitende Material wurde seit der Antike abgebaut und bestimmt noch heute das Erscheinungsbild vieler Steinbauten in der Region. Buntsandstein stammt aus dem Mesozoikum, dem Erdmittelalter, und war Teil einer Schelfplatte, die sich bis Norddeutschland zieht.

Beim antiken Steinabbau wurde erstmals die Technik der Keilspaltung verwendet.
Bei Obernburg, in einem aufgelassenen Steinbruch, wurden ein Relief des Apollo und die Bruchstücke einer Statuette des Hercules maliator gefunden, die in Verbindung mit dem Handwerk des Steinbrechens gebracht wird. Die römischen Steinbrecher wurden meliatores oder malleatores genannt.

In der Umgebung von Miltenberg sind drei Vorkommen bekannt. Am Greinberg beginnt in der Höhe von 415m N.N. ein etwa 10 m hohes Band. Zahlreiche Blöcke fielen ab und bilden das Blockmeer nördlich und südlich des Gipfels. Zwei weitere Abbaustätten lagen am Wanneberg bei Bürgstadt und am Heuneberg. Eindeutige Nachweise römerzeitlichen Abbaus fehlen jedoch, da die intensive Nutzung der Steinbrüche alle Spuren tilgte. Eine wissenschaftliche Untersuchung der Denkmäler und ihrer Herkunft liegt nicht vor.

Am Main- und Odenwaldlimes wurde eine Unzahl an schmückenden Architekturteilen und Steindenkmäler entdeckt, ergraben und wiederverwendet. Für Steindenkmäler wurde bevorzugt der hellere Sandstein verwendet.

Als Baumaterial für die Kastelle wurde meist der in unmittelbarer Nähe vorkommende Stein genutzt, so der Buntsandstein für das Kastell Miltenberg, Basalt und Granit für das Kastell Großkrotzenburg aus den Vorkommen in Kleinostheim oder Hainstadt.

Literatur:
Röder 1960, 70ff. Mattern 2005, 41ff. Neubert 2007, 22ff. Steidl 2008, 124ff.

Buntsandsteinvorkommen bei Miltenberg
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Aufgelassener Steinbruch bei Miltenberg
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Aushub von Steinquadern des Kastells Miltenberg Altstadt am Springborngraben
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1 Buntsandsteinvorkommen bei Miltenberg © Boundary Productions, Photo Eric Dobat 2 Aufgelassener Steinbruch bei Miltenberg © Boundary Productions, Photo Eric Dobat 3 Aushub von Steinquadern des Kastells Miltenberg Altstadt am Springborngraben © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen & Archäologische Staatssammlung München mit Unterstüzung der Bayerischen Sparkassenstiftung