MUSEEN AM MAINLIMES

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Nach Vollendung größerer Bauvorhaben wurden gut sichtbar - meist über den Toren der Kastelle - Bauinschriften angebracht. Die Tafeln aus Stein nennen den Kaiser, in dessen Regierungszeit der Neubau oder die Renovierung fällt, und die ausführende Truppe. So bietet die Bauinschrift für die Forschung eine Quelle zur Datierung und die Nennung der militärischen Einheit.

Aufschlussreich sind oft die detaillierten Angaben der Baumaßnahmen, die Fertigstellung von Gebäuden, so der Principia, oder die Renovierung eines Badegebäudes. Meist ist die Truppe vor Ort genannt, ein wichtiger Hinweis für die Militärgeschichte.

Die querrechteckigen Tafeln sind oft als tabula ansata ausgebildet und aufgrund der Höhe der Anbringung entsprechend groß; die Schrift, die häufig eine sehr gute Qualität aufweist, wie an der Miltenberger Bauinschrift, war eingemeißelt oder aufgemalt. Vom Mainlimes sind eine Bauinschrift aus dem Kastell Miltenberg und zwei aus dem Kastell Obernburg bekannt.

Literatur:
"Bauinschrift", Limes-Lexikon 2009, 13f.

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Lupa Nr. 6948

Lupa Nr. 6935

Lupa Nr. 6984

Bauinschrift aus dem Jahr 162 n. Chr. am Stabsgebäude des Kastells Obernburg, Museum Obernburg
1
Bauinschrift aus dem Numeruskastell Miltenberg-Bürgstadt ("Miltenberg-Ost"), Museum der Stadt Miltenberg
2
1 Bauinschrift aus dem Jahr 162 n. Chr. am Stabsgebäude des Kastells Obernburg, Museum Obernburg © Römermuseum Obernburg 2 Bauinschrift aus dem Numeruskastell Miltenberg-Bürgstadt ("Miltenberg-Ost"), Museum der Stadt Miltenberg © Museum der Stadt Miltenberg

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