MUSEEN AM MAINLIMES

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Befunde geben Aufschluss über die Bauweise der Kastellmauern. Bekannt wurde die verstürzte Kastellmauer des Numeruskastells Wörth.

Die Mauer fand sich beinahe unversehrt im flach abfallenden Graben. Die Mauer war bis zur Gesimsplatte 4,75 m (16 römische Fuß) hoch, plus der etwa 70 cm tiefen Fundamente, und 1
m breit. Das Mauerwerk bestand außen aus etwa 20 cm hohen Steinquadern, die Rückseite aus Steinen bis 15 cm Stärke. Dazwischen waren Bruchsteine gefüllt, die mit Kalkmörtel vergossen worden waren. Dies trug wesentlich zur Stabilität bei.

Oberhalb der Gesimsplatte befand sich der Wehrgang, der hinter der Brustwehr mit aufgesetzten Zinnen lag. Auf den Zinnen saßen Decksteine. Mehrmals fand man am Mainlimes die Zinnendecksteine aus Buntsandstein, wie sie heute vor dem Römermuseum Obernburg aufgestellt sind.

Die Kastellmauer zeigte außen eine Verputzung und/oder Kalktünche, die eine rote Bemalung, die Quaderfugen imitierte. Eine Rekonstruktion der Kastellmauer mit Bemalung ist auf der Saalburg zu sehen.

Literatur:
"Mauertechnik", Limes-Lexikon 2009, 85f.

Tafel vor der Saalburg: "Die bauen, die Römer"
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Saalburg, rekonstruierte Kastellmauer mit Putz und Bemalung
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Originale Zinnenbekrönung, vor dem Römermuseum Obernburg
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Umgestürzte Kastellmauer mit Ergänzungen, Wörth, Zeichnung aus ORLB Nr. 36, 6 Fig 1,2.
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1 Tafel vor der Saalburg: "Die bauen, die Römer" 2 Saalburg, rekonstruierte Kastellmauer mit Putz und Bemalung 3 Originale Zinnenbekrönung, vor dem Römermuseum Obernburg © Photo Eva Kuttner, Linz 4 Umgestürzte Kastellmauer mit Ergänzungen, Wörth, Zeichnung aus ORLB Nr. 36, 6 Fig 1,2.

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