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An vielen Kastellplätzen sind auch die dazugehörigen Lagerdörfer nachgewiesen. Die meist in Streifenhäusern angelegten Zivilsiedlungen befanden sich entlang der Straßen, die aus den Toren der Kastelle führten. Auch das Fundspektrum bestätigt eine gleichzeitige Anlage mit den militärischen Anlagen. Die Streifenhäuser nahmen im vorderen Bereich Läden auf, die der Versorgung der Soldaten dienten. Dahinter lagen Wohnräume und Werkstätten, die oft überdacht waren, sowie Innenhöfe mit Brunnen.

Geophysikalische Prospektionen in Wörth zeigten vor allem die Strukturen der Brunnen, Kellerobjekte und Abfallgruben. Auch die Kartierung der Streufunde gibt Aufschluss über die Ausdehnung der Lagerdörfer.

In den Zivilsiedlungen lag nicht nur das Kastellbad, auch sondern auch Mithräen und andere Heiligtümer. Benefiziarierstationen lagen ebenfalls an den Ausfallsstraßen, umgeben von zivilen Siedlungsstrukturen.

Literatur:
Steidl 2008, 102ff. "Lagerdorf", Limes-Lexikon 2009, 75. "Streifenhaus", Limes-Lexikon 2009, 126.

Frau in der Küche mit Kellerabgang
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Magnetogramm vom Areal des Kastells und des vicus in Wörth
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1 Frau in der Küche mit Kellerabgang © Archäologische Staatssammlung München, Zeichnung Christoph Haußner, München 2 Magnetogramm vom Areal des Kastells und des vicus in Wörth © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen & Archäologische Staatssammlung München mit Unterstüzung der Bayerischen Sparkassenstiftung