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Religion und Götterwelt

Die religiöse Welt der Antike war gekennzeichnet durch ein Nebeneinander der Kulte und Glaubensvorstellungen. Das bedeutete für den einzelnen Bürger die Möglichkeit, sich mehreren Religionen zuzuwenden.

Obwohl die römischen Kaiser manche Gottheiten und Kulte favorisierten, bestand Religionstoleranz. Verbindlich war die Loyalität zum Kaiser, die sich im Kaiserkult äußerte und in der Verehrung der Kapitolinischen Trias - Jupiter, Juno und Minerva - als Gottheiten des Römischen Imperiums.

In den nordwestlichen Provinzen traf mit der Ankunft der Soldaten die antike Götterwelt auf germanische Glaubensvorstellungen. Daraus ergab sich mit der Zeit ein Verschmelzen der Gottheiten, eine Synthese, die von Tacitus als interpretatio Romana bezeichnet wurde.

Viele Truppen kamen aus entfernten Provinzen, aus Gallien sowie aus dem Orient. Im 3. Jahrhundert verbreiteten sich orientalische Kulte, die mit Jenseitsverheißungen und Mysterien verbunden waren, so die Kulte des Mithras, der Isis, des Jupiter Dolichenus und der Kybele.

Das Leben des einzelnen war durch zahlreiche religiöse Riten gestaltet: Feste, die wir den Kalendern entnehmen, Riten an Hausaltären, den Lararien, Opferszenen an Altären, Zeremonien bei der Übernahme von Ämtern und die Begräbnisriten.

Literatur:
Steidl 2008, 140ff. "Heeresreligion", Limes-Lexikon 2009, 53f.

Opferszene in der Benefiziarierstation Obernburg
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Römermuseum Obernburg, rekonstruierte Iupitersäule am Vorplatz
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Relief der Göttin Minerva, Museum der Stadt Miltenberg
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1 Opferszene in der Benefiziarierstation Obernburg © Archäologische Staatssammlung München, Zeichnung Christoph Haußner, München 2 Römermuseum Obernburg, rekonstruierte Iupitersäule am Vorplatz © Photo Eva Kuttner, Linz 3 Relief der Göttin Minerva, Museum der Stadt Miltenberg © Museum der Stadt Miltenberg

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen & Archäologische Staatssammlung München mit Unterstüzung der Bayerischen Sparkassenstiftung