MUSEEN AM MAINLIMES

Welterbe MainlimesLimesmuseenLimesgemeindenThemenKarteMedienAktuellesKontakt

Die Badekultur war ein wesentlicher Teil des römischen Lebens, es gab öffentliche und private Anlagen. Die Badegebäude lagen meist etwas abgesondert von den Wohnbereichen eines Gutshofes, einer militärischen Niederlassung oder einer zivilen Siedlung in Nähe eines Baches oder einer Quelle.

Nicht alle Räume des Bades (balineum) waren mit Hypokausten ausgestattet, die von außen über ein Präfurnium beheizt wurden. Zunächst legte man im Eingangsbereich seine Kleider ab (apodyterium), um in das frigidarium zu gelangen, wo man sich reinigte. Vom tepidarium (Laubad um 25°C) steigerte sich die Wärme im Heißbad (caldarium) bis 45°C. Einrichtungen wie Wasserbassins ließen sich in den Befunden erkennen.

An vielen Militärplätzen lagen die Kastellbäder außerhalb der Militäranlagen. Im Leben der Soldaten war der Aufenthalt im Bad genau geregelt und der wichtigste Teil der Freizeitgestaltung.
Neben der eigentlichen Körperreinigung und -pflege wurden auch medizinische Dienste angeboten. So trugen die Bäder zur Verbesserung des Gesundheitszustandes bei.

Literatur:
Weber 1996. Steidl 2008, 174ff. "Badewesen", Limes-Lexikon 2009, 12.

Kastellbad vor der Saalburg
1
Kastellbad vor der Saalburg
2
Kastellbad aus Stockstadt, heute im Nilkheimer Park
3
Ärztliche Behandlung, Limitanei Taunensis
4
1 Kastellbad vor der Saalburg © Photo Eva Kuttner, Linz 2 Kastellbad vor der Saalburg © Photo Eva Kuttner, Linz 3 Kastellbad aus Stockstadt, heute im Nilkheimer Park © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München 4 Ärztliche Behandlung, Limitanei Taunensis © Boundary Productions, Photo Eric Dobat

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen & Archäologische Staatssammlung München mit Unterstüzung der Bayerischen Sparkassenstiftung