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Der Schild
(scutum, parma) war für die römischen Soldaten die
wichtigste Schutzwaffe. Auch wurden die Schilde aktiv
im Kampf und als taktische Waffe eingesetzt, indem mehrere Soldaten
mit ihren Schildern eine Mauer oder die viel zitierte "Schildkröte"
(testudo) bildeten.
Der gewölbte Rechteckschild, ca. 110 cm x 70 cm groß und bis 9 kg
schwer, wurde von Legionssoldaten des 2. Jahrhunderts n. Chr.
verwendet.
Die Hilfstruppen
waren mit Oval- oder Sechseckschilden ausgerüstet, die in einer
keltischen Tradition standen und aus verleimten Hölzern bestanden.
Die Reiterei trug leichtere Schilde in
Oval- oder Rundform.
Alle Schilde waren
mit Schildbuckel ausgestattet, die aus Eisen oder Bronze gefertigt
waren und ein Abprallen der feindlichen Waffen bewirkten. Auf der
Rückseite war eine sogenannte Schildfessel befestigt, die einen
Griff trug.
Bildliche Quellen, wie die Trajanssäule, zeigen, dass Schilde oft
bemalt waren.
Literatur:
"Schild",
Limes-Lexikon
2009, 116f.
Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege – Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen & Archäologische Staatssammlung München mit Unterstüzung der Bayerischen Sparkassenstiftung