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Der Schild (scutum, parma) war für die römischen Soldaten die wichtigste Schutzwaffe. Auch wurden die Schilde aktiv im Kampf und als taktische Waffe eingesetzt, indem mehrere Soldaten mit ihren Schildern eine Mauer oder die viel zitierte "Schildkröte" (testudo) bildeten.
Der gewölbte Rechteckschild, ca. 110 cm x 70 cm groß und bis 9 kg schwer, wurde von Legionssoldaten des 2. Jahrhunderts n. Chr. verwendet.

Die Hilfstruppen waren mit Oval- oder Sechseckschilden ausgerüstet, die in einer keltischen Tradition standen und aus verleimten Hölzern bestanden. Die Reiterei trug leichtere Schilde in Oval- oder Rundform.

Alle Schilde waren mit Schildbuckel ausgestattet, die aus Eisen oder Bronze gefertigt waren und ein Abprallen der feindlichen Waffen bewirkten. Auf der Rückseite war eine sogenannte Schildfessel befestigt, die einen Griff trug.

Bildliche Quellen, wie die Trajanssäule, zeigen, dass Schilde oft bemalt waren.

Literatur:
"Schild", Limes-Lexikon 2009, 116f.

"testudo", Vindeliker-Kohorte in Großkrotzenburg 2004
1
Oval- und Rundschild bei der Vindeliker-Kohorte, Großkrotzenburg 2004
2
Paradeschildbuckel, Nachbildung
3
Schildbuckel, Museum Bürgstadt
4
Soldat einer Auxiliartruppe, 1. Jahrhundert, Museum Schloss Steinheim
5
1 "testudo", Vindeliker-Kohorte in Großkrotzenburg 2004 © Photo Christof Flügel, München 2 Oval- und Rundschild bei der Vindeliker-Kohorte, Großkrotzenburg 2004 © Boundary Productions, Photo Eric Dobat 3 Paradeschildbuckel, Nachbildung © Museum der Stadt Miltenberg 4 Schildbuckel, Museum Bürgstadt © Museum Bürgstadt 5 Soldat einer Auxiliartruppe, 1. Jahrhundert, Museum Schloss Steinheim © Museum Schloss Steinheim

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