MUSEEN AM MAINLIMES

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Der Mainlimes

Der Mainlimes bildet als Teil des obergermanischen Limes eine Flussgrenze - zwischen Seligenstadt und Miltenberg stellte der Main, antik moenus, die Grenze dar. Man spricht auch von "nasser Grenze" und "nassem Limes".

Historische Entwicklung:
Unter Kaiser Trajan wurden um 105/106 n. Chr. die Kastelle Hainstadt, Seligenstadt, Stockstadt, Niedernberg und Obernburg gegründet. Der Mainlimes endetet vorerst an der Mündung der Mümling bei Obernburg und der Limes setzte sich am Höhenrücken des Odenwaldes fort (Älterer Odenwaldlimes). Im Hinterland war das heutige Dieburg Hauptort der civitas Auderiensium.

Unter Hadrian (117-138 n.Chr.) wurde das Kastell Hainstadt aufgelassen, Palisaden am Grenzwall errichtet, Straßenprojekte verfolgt und Wachttürme errichtet.

Gegen Ende der Regierungszeit von Antoninus Pius wurde 159/160 n. Chr. die Mainlinie über Wörth und Trennfurt bis Miltenberg verlängert und der Limes über Walldürn und Osterbürken nach Süden geführt bis zur Grenze der Provinz Reatia (Vorderer Limes).

Nach der Einteilung der Reich-Limeskommission liegt der Mainlimes an der Strecke 6, Nordteil (Hainstadt bis Wörth) und Südteil (Trennfurt bis Miltenberg) und wird als ältere Mainlinie und jüngere Mainlinie klassifiziert.

Der ca. 55 km lange Mainlimes wurde als Teil des Obergermanisch-Raetischen Limes 2005 zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Literatur:
Steidl 2008, 32ff.

Der Obergermanisch-Rätische Limes, Karte
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Mainlimes, nördlicher Abschnitt, Karte UNESCO-Welterbe
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Wachttürme und Schifffahrt am Main zur Römerzeit, zwischen Obernburg und Wörth a. M.
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Schild "Nasser Limes" am Main in Großkrotzenburg
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1 Der Obergermanisch-Rätische Limes, Karte 2 Mainlimes, nördlicher Abschnitt, Karte UNESCO-Welterbe 3 Wachttürme und Schifffahrt am Main zur Römerzeit, zwischen Obernburg und Wörth a. M. © Archäologische Staatssammlung München, Zeichnung Christoph Haußner, München 4 Schild "Nasser Limes" am Main in Großkrotzenburg © Photo Eva Kuttner, Linz

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen & Archäologische Staatssammlung München mit Unterstüzung der Bayerischen Sparkassenstiftung