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Bürgstadt hat durch die Kessellage und die Böden besonders günstige Bedingungen für den Weinbau, der seit dem Mittelalter betrieben wird. Das Dorf in der Tourismusregion "Churfranken" verfügt über einen Altstadtkern, in dem regelmäßig Märkte und Feste stattfinden. Zahlreiche Wanderwege werden angeboten, so der Kulturpfad im UNESCO-Geopark am Wanneberg.
Region: Obergermanischer Limes
Die Region um das Mainknie bei Bürgstadt erlangte um 160 n. Chr.
strategische Bedeutung, da der Obergermanische Limes hier den Main
verließ und nach Süden in Richtung Lorch, dem Grenzpunkt zur
Provinz Raetia, verlief. Zwei Kastelle, das Kohortenkastell
Miltenberg-Altstadt und das Numeruskastell Bürgstadt, das in
der älteren archäologischen Literatur als "Miltenberg-Ost"
bezeichnet wird, bildeten die äußersten Kontrollpunkte.
Das östlich bei Bürgstadt gelegene Numeruskastell wurde zur Sicherung
des Beginns des Vorderen Limes errichtet. Im dazugehörigen
Lagerdorf entdeckte man einen Töpferofen, der heute im Pflegeheim
Maria Regina zu besichtigen ist.
Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege – Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen & Archäologische Staatssammlung München mit Unterstüzung der Bayerischen Sparkassenstiftung