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Mithräum I Stockstadt

Südöstlich des Kastells, an der Straße des Vicus, die parallel zum Main verlief. In unmittelbarer Nähe befand sich ein Tempel des Jupiter Dolichenus.

Das jüngere Mithräum wurde größer als sein Vorgängerbau an einer sicheren Stelle mit den inneren Maßen von 13 m mal 7,8 m errichtet. Beim Bau wurden zahlreiche Altäre aus dem Weihebezirk der Benefiziarierstation verwendet, ein Hinweis, dass diese zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bestanden hat.

Die Bruchstücke eines Kultbildes, das beidseitig benutzt werden konnte, wurde zusammen gesetzt. Insgesamt wurden 67 Steindenkmäler, die i, Mithräum aufgestellt waren, gefunden. Bemerkenswert ist neben dem Bildschmuck, der dem Mithras zugeordnet wird, auch der Fund von Standbildern des Merkur, des Herkules, der Diana, der Epona u. a. Die kleinformatigen Kultbilder zeigen auf, dass hier in severischer Zeit auch andere Gottheiten verehrt wurden.

Datierung

Um 210 n. Chr. errichtet, bestand das Mithräum bis zur Zerstörung des Kastells um 260 n. Chr.

Denkmal

Kategorie: Mithräum

Zustand: überbaut

Denkmalschutz: Ja - UNESCO Welterbe 2005

Forschung: Entdeckt 1902.

Literatur
Mattern 2005, 25ff.

Ausgrabung der Reichs-Limeskommission 1903
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Situation der Steindenkmäler im Mithräum I
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Schnitt durch das Ausgrabungsareal
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1 Ausgrabung der Reichs-Limeskommission 1903 © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München 2 Situation der Steindenkmäler im Mithräum I © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München 3 Schnitt durch das Ausgrabungsareal © Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München

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