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Statuette des Hercules Maliator

Die Bruchstücke einer Statuette wurden bei einem verlassenen Steinbruch gefunden, nach W. Conrady gemeinsam mit einem Apollorelief. Das größte Bruchstück zeigt die auf flacher Basis Füße einer stehenden Figur und Reste einer Keule. Dieses Attribut verweist auf Herkules, der auch in der Inschrift genannt wird:

HERCULI / MALIATOR(I)
CIL 13, 06619

Obwohl nur als unscheinbares Fragment erhalten, liefert der Stein dennoch den Hinweis auf einen römerzeitlichen Steinbruch. Die Widmung an Hercules Maliator wird mit den in Steinbrüchen arbeitenden Handwerkern, den meliatores, in Verbindung gebracht. Die Statuette, von der noch drei weitere Fragmente vorhanden sind, wird in das 2. bis 3. Jahrhundert datiert.

Lage
In Nähe des Wachtturms 400m nördlich des Kastells Wörth, aufgelassener Steinbruch, Funddatum 1862. Als Fundort wird "am Waldrand zwischen Obernburg und Wörth" angegeben (Christ 1878, 42ff und 49; Lüdemann 2008, 65f.).

Literatur
CSIR II/13, Nr. 186.

Links

Lupa Nr. 6981

Fragment einer Statuette des Herkules
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1 Fragment einer Statuette des Herkules © Römermuseum Obernburg

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