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Sol und Mithras - Verheißungen für das Leben nach dem Tod

Der Sonnengott Sol wird hier wie üblich mit zwölfstrahliger Krone und frontalem Antlitz dargestellt. Der sol invictus - der unbesiegbare Sonnengott - wurde im 3. Jahrhundert zu einem häufig verwendeten Symbol für die Unbesiegbarkeit und erschien auf der Rückseite vieler Münzen.

Der Kult des Sol wurde besonders unter dem Severischen Kaiserhaus in der 1. Hälfte des 3. Jahrhunderts gefördert. Schriftliche Zeugnisse belegen ein Verschmelzen des Kultes mit dem orientalischen Mithraskult. Man weiß wenig über die Verheißungen für das Leben nach dem Tod, die den Mitgliedern in Aussicht gestellt wurden. Nachweisen lässt sich in der Provinz Germania superior nur die rasche Verbreitung der orientalischen Kulte.

Lage
Gefunden 1839 in Obernburg (Kapellengasse).

Archäologie
Roter Sandstein; Breite 62 cm, Höhe 32,5 cm, Tiefe 12 cm. Nicht geklärt ist der Zusammenhang mit der getrennt gefundenen Inschrift, die Sol und Mithras nennt. Datierung: Ende 2. Jahrhundert n. Chr.

Literatur
Mattern 2005, 122f.

Relief des Sol, Römermuseum Obernburg
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1 Relief des Sol, Römermuseum Obernburg © Römermuseum Obernburg

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen & Archäologische Staatssammlung München mit Unterstüzung der Bayerischen Sparkassenstiftung