MUSEEN AM MAINLIMES

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Die Bauweise des antiken Lastschiffes bewirkte niederen Tiefgang und größt mögliche Wasserverdrängung, ideal für den Transport von schweren Lasten wie Steinblöcken und Baumaterial.

Aus Eichenbohlen bestanden der flache Boden und die steil aufgesetzten Seitenwände, die mit Eisenklammern angebracht waren. Der flache Kiel war aus einem einzigen Eichenstamm gefertigt, an dem die Spanten genagelt waren. Diese ragten wechselweise bis an den Rand. Die Schiffswände waren bis zu 1m hoch.

Der leicht hochgezogene Bug ermöglichte ein Anlanden am flachen Ufer, die schlanke Bauform ein Manövrieren auf den ungeregelten Flüssen. Der Prahm wurde mit Segel oder Paddeln betrieben, mit einem großen Ruder gesteuert, aber auch gegen den Strom getreidelt.

Aufgrund von Wracks, die bei Mainz (Mainz 6) und in Zammerdam (NL) gefunden wurden, lässt sich der antike Lastenkahn als Modell gestalten.

Archäologie
Mainz 6 (Typ Zwammerdam): 40m lang, ca. 5m breit; gefunden 1982 in Mainz (Holzstraße/Kappelhofgasse); die dendrochronologische Untersuchung ergab ein Fälldatum der Eichen im Frühjahr 81 n.Chr. Ein Modell 1:10 befindet sich im Museum für Antike Schifffahrt, Mainz.

Literatur
Steidl 2005, 127.

Links

Museum für Antike Schifffahrt, Mainz

Modell eines antiken Lastschiffes, Schifffahrts- und Schiffbaumuseum Wörth am Main
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1 Modell eines antiken Lastschiffes, Schifffahrts- und Schiffbaumuseum Wörth am Main © Schifffahrts- und Schiffbaumuseum Wörth am Main

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