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Cautes und Cautopates

Cautes mit erhobener Fackel und Cautopates mit gesenkter Fackel waren Teile eines Bildprogramms, das den komplexen Inhalt des zentralen Themas des Mithraskultes vermittelt: die Verschiebung des Frühlingspunktes am Sternenhimmel.

Die beiden Fackelträger waren an den Seiten des Kultbildes aufgestellt und symbolisierten die Tag-und-Nacht-Gleichen (Äquinoktien). Ihnen ist der Stier und der Skorpion zugeordnet, die für jene Monate stehen, in denen das Frühjahrs-Äquinoktium bzw. das Herbst-Äquinoktium stattfindet.

Die Haltung der Fackel steht für das Zunehmen des Lichtes und den kommenden Sommer, bzw. für weniger Tageslicht und die lichtarme Zeit im Jahr.

Lage
Gefunden 1902, zu beiden Seiten des zentralen Mithras-Kultbildes.

Archäologie
Cautes: dunkelroter Sandstein; Höhe 59 cm; Sockel mit Weihung des Flores und seinen Neffen Ancarius (CIL XIII 11787).
Cautopates: dunkelroter Sandstein; Höhe 37,5 cm.

Literatur
Mattern 2005, 77f. Nr. 79 und 80.

Standbild des Cautes, Saalburgmuseum
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Standbild des Cautopates, Saalburgmuseum
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1 Standbild des Cautes, Saalburgmuseum © Boundary Productions, Photo Eric Dobat 2 Standbild des Cautopates, Saalburgmuseum © Boundary Productions, Photo Eric Dobat

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen & Archäologische Staatssammlung München mit Unterstüzung der Bayerischen Sparkassenstiftung