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Toutonenstein

Die Nennung des germanischen Stammes der Toutonen gab dem Stein seinen Namen. Aufgrund der Unvollständigkeit sind die Rätsel der sechszeilige Inschrift aber nicht zu lösen. J. Röder konnte nachweisen, dass der Stein zwar von einem geschickten Steinbrecher bearbeitet worden war - dem Steinmetz fehlten jedoch Übung und Kenntnisse: die Bearbeitung entspricht nicht dem Formgefühl und der Tradition eines römischen Handwerkers.

Unlkar ist die Funktion des Steines, der keine Parallelen hat. Das Wort "INTER" deute man am ehestens auf eine Funktion als Grenzstein hin, jedoch sind außer den Toutonen keinen anderen Stammesnamen angeführt. Von manchen Wissenschaftern wird das Monument für eine Fälschung des 11. Jahrhundets gehalten.

Lage
Am Gipfel des Greinberges, außerhalb der Erdwälle und südlich der Tempelanlage, fanden Holzarbeiter 1878 den Stein an der Stelle, an dem er nach W. Conrady offenbar aus dem Fels geschlagen worden war. Untersuchungen durch J. Röder lassen erkennen, dass das Material vom Greinberg stammt, aber nicht von der erwähnten Steinplatte abgesprengt worden war. Der Stein wurde am Fundort bearbeitet, aufgestellt und beschriftet.

Archäologie
4,75 m hoher, nadelförmiger Stein aus Buntsandstein, 0,50 m breit an der Basis, unregelmäßiger Querschnitt.
Inschrift:
INTER / TOVTONOS / C / A / H / I
(CIL XIII, 6610)

Literatur
Röder 1960. Röder 1967.

Links

Römerweg Miltenberg

Lupa Nr. 6922

Toutonenstein, Museum der Stadt Miltenberg
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1 Toutonenstein, Museum der Stadt Miltenberg © Boundary Productions, Photo Eric Dobat

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