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Thronende Fortuna

Die thronende Fortuna wird von zwei Eroten begleitet, die ihre Attribute tragen: das Ruder zur Umschiffung ungünstiger Umstände und das Füllhorn, das alles Angenehme des Lebens bringen soll. Neben der Inschrift deuten Räder auf das Auf und Ab des Schicksals.

Die Göttin des Schicksals - Dea Fortuna - wurde auch als alles beherrschende Göttin verehrt. Hier steht sie mit ihrem linken Fuß auf der Weltkugel.

Dass die Schicksalsgöttin - als Fortuna balnearis - gerade in einem Badegebäude aufgestellt war, mag damit zu tun haben, dass sie für die Gesundheit, aber auch für einen guten Ausgang bei militärische Auseinandersetzungen um Gunst gebeten wurde.

Gestiftet wurde die Fortuna vom Präfekten Sempronius Martialis nach Erfüllung seines Gelübdes. Der Präfekt ist von der Inschrift auf der sogenannten "Viktoriasäule" bekannt, das am südöstlichen Ausgang des Kastells um 231 n. Chr. errichtet worden war.

Lage
Gefunden 1875 im Kastellbad südlich des Kohortenkastells Miltenberg-Altstadt. Der ca. 70cm breiten Figurengruppe aus Sandstein fehlen die Köpfe. Aus dem Badegebäude wurde noch ein zweites Relief der Fortuna gefunden.

Archäologie
Roter Sandstein; Breite 70 cm, Höhe 73 cm, Tiefe 30 cm.

Literatur
CSIR II/13, Nr. 216. Beckmann 2004, 200ff.

Figurengruppe der thronenden Fortuna, Museum der Stadt Miltenberg
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1 Figurengruppe der thronenden Fortuna, Museum der Stadt Miltenberg © Museum der Stadt Miltenberg

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